Ohr-Akupunktur
Das menschliche Ohr spiegelt - wie auch die Iris und der Fuß - den menschlichen Organismus vollständig wieder. Jedes Organ und jede anatomische Struktur des Körpers wird durch eine Zone oder einen Punkt im Ohr repräsentiert.
Daneben finden sich übergeordnete Punkte, die beispielweise gegen Entzündungen, Schmerzen und Allergien wirken oder dem seelisch-vegetativen Ausgleich dienen.
Die Wirksamkeit der Ohrakupunktur entsteht durch eine Stimulation der Ohrpunkte, die direkt auf die übergeordneten nervalen Zentren des Körpers und von dort regulierend auf den Organismus einwirken.
Die Ohr-Akupunktur hat ein sehr breites Indikationsspektrum - sie ist besonders wirksam bei schmerzhaften Krankheiten wie Ischias, Lumbago, HWS-Syndrom, Neuralgien, Kopfschmerzen und Migräne, Allergien wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Hautkrankheiten und funktionelle Störungen wie Herzrhythmusstörungen, Magen-Darm Krankheiten, Menstruationsstörungen, Hypertonie und Tinnitus.
Über das Ohr können zudem Störfelder und Therapiehindernisse diagnostiziert und beseitigt werden.
Akupunkturpunkte im Ohr finden sich - im Gegensatz zu den Punkten der Körper-Akupunktur - nur wenn Störungen der entsprechenden Organe vorliegen. Die Punktsuche erfolgt durch die Prüfung der Druckschmerzhaftigkeit, der Messung der elektrischen Leitfähigkeit oder durch die Reizung eines Punktes mit gleichzeitiger Pulstastung.
Die wirkungsvollste Therapie ist die Nadelung der gefundenen Punkte; es werden - je nach Krankheitszustand - 6-10 Nadeln ein- oder beidseitig gesetzt. Andere therapeutische Möglichkeiten sind beispielsweise die Laserbestrahlung oder das Aufkleben von kleinen Kugeln auf die Punkte.
Die Ohr-Akupunktur kann mit jeder anderen Therapie - d.h. auch mit schulmedizinischen Medikamenten - kombiniert werden; häufig können neben- wirkungsbehaftete Medikamente reduziert werden.
Durch die Zugänglichkeit der Ohren ist diese Therapie besonders gut für ältere Menschen geeignet.