| Kräutermedizin |
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| Im Gegensatz zur Situation im Westen, wo unter TCM meist nur Akupunktur verstanden wird, hat die Kräutermedizin in China einen deutlich höheren Stellenwert. Mehr als 80% der Behandlungen in TCM-Krankenhäusern und Ambulanzen werden mit Kräutern durchgeführt. |
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| Der überwiegende Teil des chinesischen Arzneischatzes besteht aus Bestandteilen von Pflanzen. Gelegentlich werden auch Substanzen mineralischer und tierischer Herkunft verwendet, die für Vegetarier jedoch fast immer durch Kräuter ersetzt werden können. Sämtliche verwendete Substanzen sind seit mehr als zweitausend Jahren als Heilpflanzen im Gebrauch und haben bei sachgerechter Verschreibung und Einnahme keinerlei Nebenwirkungen. |
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| Nach der Diagnose von Mangelzuständen, Zirkulationsstörungen oder dem Vorhandensein von krankmachenden Faktoren wird für jeden Patienten eine Rezeptur aufgestellt, die exakt auf seine individuelle Krankheitssituation abgestimmt ist. Besonders bei chronischen Krankheiten müssen meist sowohl ausleitende, regulierende und auch stärkende Substanzen eingesetzt werden. |
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| Die Erstellung einer individuellen Rezeptur ist die große Stärke der chinesischen Kräuterheilkunde. Es werden in der Regel mehrere Kräuter verschrieben, die sich in ihrer Wirkung ergänzen und unterstützen. |
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| Im Laufe ihrer Entwicklung hat die Kräutermedizin verschiedenste Darreichungsformen der Arzneiverschreibung entwickelt. Traditionell werden die Kräuter als Dekokt zubereitet, d.h. die Kräutermischung wird 20 Minuten oder auch länger in Wasser gekocht. Neuere Zubereitungsarten sind die Herstellung von Mischungen aus konzentrierten Extrakten oder Pulvern. |
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| Die Behandlungsdauer richtet sich nach Schwere und Dauer der Symptomatik und erstreckt sich von einer Woche bis zu mehreren Monaten. Die Kräutermedizin wird, auf mehrere Dosen aufgeteilt, täglich eingenommen. |
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| Zur Beurteilung des Heilungsverlaufes und der notwendigen Anpassung der Rezeptur sind regelmäßige Konsultationen nötig, bei chronischen Krankheitszuständen ein- bis zweimal pro Monat. Häufig entscheidet man sich zuerst, den Schwerpunkt der Rezeptur auf die Ausleitung und Regulierung zu legen. Bessert sich der Krankheitszustand, werden mehr stärkende Kräuter eingesetzt. Nur ein qualifizierter, erfahrener Therapeut kann eine derartige auf den einzelnen Patienten und seinen wechselnden Zustand abgestimmte Therapie durchführen. Werden Kräuterrezepturen eingenommen, ohne dass die Notwendigkeit einer Ausleitung, Regulation oder Stärkung besteht, können unangenehme, in seltenen Fällen sogar gefährliche Nebenwirkungen auftreten. |
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| Die chinesische Arzneitherapie kann grundsätzlich alle Krankheiten - sowohl akute als auch chronische - behandeln. Sie findet ihre Grenzen dort, wo eine schulmedizinische Behandlung unabdingbar ist. |
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| Um die Sicherheit in Bezug auf Identität und Reinheit der Kräuter zu gewährleisten, werden meine Rezepturen nur von der Mohren-Apotheke in Kiel gefertigt. |
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